Bürgerstiftung startet Projekt:
Ausbildung für Flüchtlinge

Die Bürgerstiftung Kehl hat zusammen mit mehreren Partnern, unter anderem der RMA Pipeline Equipment ein Ausbildungsprojekt für junge Flüchtlinge gestartet.

Viele Firmen haben Probleme, geeignete Lehrlinge zu finden. Andererseits kommen mit den Flüchtlingen junge Menschen zu uns, die gerne arbeiten möchten. Daher hat die Bürgerstiftung Kehl zusammen mit den Beruflichen Schulen, der BSW Anlagenbau und Ausbildung GmbH, der Jugendberufshilfe und der Sprachschule »Interparla« zusammengetan, um sechs junge Flüchtlingen fit für eine gewerbliche Ausbildung zu machen.

Bei diesem Projekt beteiligt sich unter anderem auch die RMA Pipeline Equipment, indem sie die Patenschaft für einen Flüchtling übernimmt.

Die ausgewählten Jugendlichen besuchen zunächst einen vierwöchigen Intensiv-Sprachkurs. Es schließt sich ein Praktikum an, bei dem sie die Grundlagen der Metallbearbeitung und das Schweißen erlernen. Dazu gehört auch ein fachspezifischer Sprachkurs. Der begleitende Deutschkurs wird über den ganzen Zeitraum weiter fortgeführt. Zudem erhalten die Jugendlichen sozialpädagogische Unterstützung von der Jugendberufshilfe, die – etwa in der Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge – viel Erfahrung mitbringt. Nach dieser sechs bis zwölf Monate dauernden Einstiegsqualifizierung sollten die Jugendlichen befähigt sein, eine Ausbildung im Metallbereich zu beginnen.

Rund 125 000 Euro sieht der Finanzierungsplan vor. Einen Teil davon stemmt die Agentur für Arbeit, die Kommunale Arbeitsförderung und die Jugendberufshilfe. Für die restliche Finanzierung hat die Bürgerstiftung Kehl Sponsoren gefunden.

Auch die RMA Pipeline Equipment, die derzeit über 40 Lehrlinge ausbildet, bekommt den Fachkräftemangel zu spüren. Grund genug, das Projekt zu unterstützen. Zudem sei man sich seiner sozialen Pflicht bewusst, so deren Vertreterin.

Für OB Toni Vetrano ist das Projekt auch »ein Signal an die Menschen, die oft unsicher sind, ob die Integration gelingen kann. Aber die Rahmenbedingungen müssen erst mal geschaffen werden.« Integration gehe nicht auf Knopfdruck, sondern sei ein Prozess, der nur gelingen kann, wenn Beziehungen aufgebaut werden.